Der Vorsitzende der Domowina, Dawid Statnik, hat sich in einem Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Bautzen gewandt und ihn ersucht, sich „dafür stark zu machen, dass es nicht zur Wiedererrichtung eines Bismarck-Denkmals auf dem Czorneboh/Čornobóh kommt.“ In dem Schreiben bekräftigt Statnik die Kritik des sorbischen Dachverbandes an der Entscheidung des Stadtrats-Hauptausschusses, die die Domowina geäußert hatte (https://domowina.blog/2021/10/13/domowina-lehnt-ruckkehr-von-bismarck-auf-den-czorneboh-ab/).

Zugleich nahm Statnik in dem Brief grundsätzlich zur Frage der lokalen Gedenkkultur Stellung: „Die Stadt Bautzen/Budyšin kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückschauen, aus der eine Vielzahl ehrenvoller Bürgerinnen und Bürger hervorgegangen sind. Weshalb ein Denkmal für eine Person, die mit der Geschichte der Stadt wenig in Verbindung gebracht werden kann? Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Bestrebungen zur Errichtung eines Denkmals für Jurij Brězan. Er ist der bedeutendste sorbische Schriftsteller der Neuzeit und war Bewohner der Stadt Bautzen/Budyšin. Dies als Vorschlag, sollte die Stadt über die Errichtung weiterer Denkmäler nachdenken.“

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