Bramborski ministaŕski prezident Dietmar Woidke na głownej zgromaźiznje Domowiny – w serbskem radiju RBB

„Ja, wir haben in den letzten Jahren gemeinsam viel erreicht für die Region, und ich glaube, gerade die Zusammenarbeit mit der Domowina war immens wichtig für uns, weil wir da entscheidende Impulse bekommen haben und so gemeinsam dafür sorgen konnten, dass dieser riesengroße Schatz sorbischen Lebens in Brandenburg zielgerichtet weiterentwickelt werden konnte, dass wir den Schatz der sorbischen Sprache bewahren konnten und dass wir auch die richtigen Weichen für die Zukunft gemeinsam stellen konnten. Und Ich glaube, da kann man allen nur dankbar sein, und Ich freue mich sehr, mit der Domowina einen konstruktiven und sehr vertrauensvollen Gesprächspartner zu haben.

Die Ansprechpartner sind vollkommen klar: Das ist für uns die Domowina, das ist der Dachverband der Sorben für Sachsen genauso wie für Brandenburg. Wir haben mehr als 30 Jahre lang erfolgreich zusammengearbeitet, und ich hoffe sehr und bin auch sehr optimistisch, dass wir diese gute Zusammenarbeit weiter fortsetzen können. Und da geht es ja nicht nur um Sachsen oder Brandenburg, es geht ja auch um dieses Auftreten gegenüber der Bundesregierung. Auch da haben wir gemeinsam viele Erfolge erreicht, dann haben wir auch die Unterstützung der Politik. Ich habe mich sehr gefreut, dass heute hier Bundestags Abgeordnete anwesend waren, sächsische und Brandenburger Landtagsabgeordnete da waren. Das zeigt, wie groß die Unterstützung auch für diese Organisation ist.“

Hłowna zhromadźizna w Slepom naroki a nadawki narodneho dźěła přichodnych lět schwaliła

Hłowna a wólbna zhromadźizna Domowiny je so sobotu dźakowano wosebitej podpěrje wyšeje šule „Marja Grólmusec”, gmejny Slepo a župy „Jakub Lorenc-Zalěski” najebać wuměnjenja pandemije w ćěłozwučowarni Němsko-Serbskeho šulskeho kompleksa w Slepom přewjedła. Na kóncu so Domowina šulerjam dźakowaše, kotřiž běchu halu za zarjadowanje přihotowali.

Nimo 103 delegatow běchu zastupjerjo medijow, mnozy hosćo ze zwjazkoweje, krajneje a komunalneje politiki, wosobiny serbskeho zjawneho žiwjenja a zwjazkarskich organizacijow přitomni. Mjez druhim staj so ministerski prezident Braniborskeje, Dietmar Woidke a sakska ministerka za kulturu a turizm, Barbara Klepsch, słowa jimałoj. Cyły dźeń móžachu delegatam widejo-postrowy reprezentantow wšěch demokratiskich stron pokazać. K tomu předležachu wjacore pisomne postrowy.

W sowjej narěči je so předsyda Domowiny, Dawid Statnik, wosebje strategiji wěnował, kak móhł serbski lud swoje potenciale w tuchwilnej změnje strukturow wučerpować. W tutym zwisku je sej wón tež za paritu mjez Delnjej a Hornjej Łužicu a paritu žonow a muži w načolnych gremijach wuprajił. Runja kulturnej awtonomiji měło so wo kubłanskej awtonomiji diskutować, ale hromadźe ze wšěmi potrjechenymi, bjeztoho zo so hnydom jedyn model faworizuje: https://domowina.blog/2021/06/12/narec-predsydy-domowiny-dawida-statnika-na-hlownej-zhromadziznje-w-slepom/ .

Na polu kubłanja schwalichu popołdnju dwaj nastorkaj. Na namjet Jana Nuka zasadźuje so Domowina, hižo na zakładźe wobzamknjenja hłowneje zhromadźizny 2019, dale za ideju serbskeho šulskeho zwjazka, kotryž so nětk tróšku konkretizuje: Wón wobjimuje projekty mjez šulemi po cyłej Łužicy, kotrež „słuža spěchowanju nałožowanja serbskeje rěče a wuwiwanja noweho narodneho wědomja”. Nimo toho budźe so zwjazkowe předsydstwo z namjetom delegata župy „Michał Hórnik”, Romana Wjesele, zaběrać, po přikładźe šulow z wosebitym profilom (sport, hudźba atd.) serbšćinu do srjedźišća stajeć. 

Hłowna zhromadźizna woleše znowa Dawida Statnika jako předsydu, z 96,1 procentom (2017: 93 procentow). Nowy městopředsyda je Hartmut Leipner (z Delnjeje Łužicy), z Hornjeje Łužicy su woni zaso Marka Hančika wolili. Po wólbach dalšich 27 kandidatow za zwjazkowe předsydstwo je nětko zaso 30 městnow tutoho gremija wobsadźenych:  https://www.domowina.de/hsb/domowina/zwjazkowe-predsydstwo/clonkiclonojo-zp/

Wobsahowje je hłowna zhromadźizna po diskusiji dźěłowe směrnicy 2021-2023 z wjac hač 60 projektami a nadawkami třěšneho zwjazka wobzamknyła. Tež dołhodobnje we wšelakich gremijach dodiskutowany namjet změnow wustawkow su delegaća přiwzali. Z tym dóstanu čłonojo-jednotliwcy wjac prawow a hłowna zhromadźizna přidatne kompetency. Wšě detaile běchu w delegatnej mapje dokumentowane:  https://www.domowina.de/fileadmin/Assets/Domowina/Material_Domowina_Bundesvorstand/2021_delegatna_internet_serbsce.pdf

Na kóncu hłowneje zhromadźizny diskutowachu a schwalichu hišće na namjet Jana Nuka, Jana Bělka, Dawida Statnika a Zale Cyžoweje tón tekst: „Hłowna zhromadźizna je sebi přezjedna, zo ranjenja, hanjenja a přisłodźenja, z kotrymiž zjednoćenstwo ,Serbski sejm’ přećiwo Domowinje jedna, wuměnu a zhromadne prócowanja wo serbske zaměry znjemóžnjeja. Pod tutymi wuměnjenjemi njewidźi Domowina žadyn zakład za dowěrliwe dźěło.”

Rede des Vorsitzenden der Domowina, Dawid Statnik, auf der Haupt- und Wahlversammlung in Schleife/Slepo

Wir wollen uns neu erfinden, um sorbische Potenziale im Strukturwandel auszuschöpfen

Liebe Delegierte, sehr geehrte Gäste,

der abstrakte Begriff Strukturwandel ist im Volk entweder suspekt oder verrufen: Nach der Wende wurden unter diesem Motto Zehntausende Arbeitsplätze in der Industrie abgeschafft, die Folgen für die Gesellschaft sind bekannt – Massenarbeitslosigkeit und Abwanderung der Jugend, auch zahlreicher junger Sorbinnen und Sorben.

Marko Suchy, Vorsitzender des Rates für sorbische Angelegenheiten Sachsen, hat im vergangenen Jahr in einem Gastbeitrag für die Lausitzer Rundschau auf die noch ältere Geschichte dieses Mottos “Strukturwandel” hingewiesen. Mit der Industrialisierung vor 150 Jahren haben die Braunkohletagebaue, Kraftwerke und große Fabriken verschiedener Branchen in unserer Heimat Einzug gehalten. Die Eisenbahn hat nicht nur neuen Waren ihren Weg in die entferntesten Winkel gebahnt, sondern auch Arbeitskräfte in großer Zahl in die Lausitz gebracht. Zu Beginn dieses Strukturwandels gab es ca. 200.000 sorbischsprechende Menschen in der Lausitz, die die Bevölkerungsmehrheit stellten. Jetzt, am Anfang der Ära, in der neue Strukturen in der Lausitz geschaffen werden sollen, sind wir Sorben im Vergleich zu der damaligen Zeit nur noch ein kleines Häuflein Leute, und unsere Muttersprache wird als Minderheitensprache bezeichnet.

Erster Strukturwandel, der das Sorbische wieder voranbringt

Zugleich aber erleben wir erstmals in der Geschichte unseres Volkes, dass unsere sorbischen Traditionen, unsere Sprache und Kultur in immer mehr offiziellen Dokumenten als Einzigartigkeit erscheinen und als Alleinstellungsmerkmal für die Entwicklung der gesamten Region anerkannt werden. Seit dem vergangenen Jahr wird das sorbische Volk sogar in einem Bundesgesetz ausdrücklich erwähnt – im Strukturstärkungsgesetz für die bisherigen Braunkohlereviere. Es ist das erste Mal, dass wir von Deutschland als förderwürdiges Gut der Lausitz anerkannt werden.

Inzwischen ist klar, dass das nicht nur Worthülsen sind, denn daraus ergibt sich eine zusätzliche gezielte Förderung für die Zeit des Braunkohleausstiegs. Parallel haben wir – als Gemeinschaft der gewählten Vertreter des sorbischen Volkes – eine historische Aufstockung der Finanzausstattung der Stiftung für das sorbische Volk erzielt: Uns steht gut ein Viertel der Mittel mehr für die Pflege unserer Kulturautonomie zur Verfügung. Nach Jahrzehnten der Kürzungen stellt das eine Wende im Umgang mit uns Sorben dar.

Sehr geehrte Damen und Herren,

dieser historische Erfolg ist kein Gnadenakt der Obrigkeit für die königstreuen Sorben, um ein altes Vorurteil zu zitieren. Im Gegenteil: Die Zeit der kleinen Königreiche bei den Sorben haben wir überwunden. Wir ziehen mit allen zuständigen sorbischen Gremien seit nunmehr vier Jahren an einem Strang. Wir haben uns untereinander abgestimmt, selbstbewusst gehandelt und damit den Respekt der politischen Partner geerntet. Die beiden Sorben-Räte in Brandenburg und Sachsen, die Stiftungsratsmitglieder, Mitglieder des Parlamentarischen Beirates der Stiftung und der Domowina-Bundesvorstand haben eine Einheit im Handeln gebildet. Das hat sich zum Wohle des sorbischen Volkes bezahlt gemacht!

Domowina will dienen – mit basisdemokratisch legitimiertem Mandat

Unsere Aufgabe als Domowina ist nicht zu herrschen, sondern dienen. Ja, wir haben als gesetzlich anerkannte Sprecherin für die Interessen des sorbischen Volkes ein politisches Mandat. Dieses Mandat ist basisdemokratisch legitimiert: In dieser Halle wird heute niemand abstimmen, weil ihm irgendeine sorbische oder deutsche Obrigkeit dieses Recht verliehen hat. Sie alle hat die Basis der aktiven sorbischen Zivilgesellschaft gewählt. Und somit können wir sagen: Wir repräsentieren das sorbische Volk – wir sind das sorbische Volk!

Und deshalb müssen wir uns heute fragen: Was müssen wir tun, damit unser Volk aus diesem dritten Strukturwandel im Laufe der jüngsten Geschichte wieder wächst? Was müssen wir jetzt leisten, damit 2050 wieder mehr Sorbinnen und Sorben in der Lausitz leben als heute?

Sehr geehrte Anwesende,

unsere Sprache ist das markanteste Merkmal unserer Existenz, unsere sorbischen Sprachen sind der wesentlichste Ausdruck der sozialen Identität des sorbischen Volkes. Demzufolge sind die Sprachräume der wichtigste Indikator für das Sein und Werden der Sorben.

Gutes Zeichen: Sprach-Revitalisierung unter geförderten Strukturwandel-Projekten

Deshalb können wir junge Initiativen aus dem Volk nicht genug loben, wie “Zorja” (Morgenröte) in der Niederlausitz. Maksimilian Hasacki, Gregor Kliem und Charlotte Kuschka haben die Grundkonzeption entwickelt, wie junge Mneschen im Laufe eines Jahres so Sorbisch lernen können, dass sie befähigt sind, die Sprache ihren Kindern zu vermitteln.

Ich selbst war provilegiert. Ich durfte in einem rein sorbischen Millieu aufwachsen, wo die Sprache das Fundament des gesamten Lebens war und ist. Natürlich müssen auch wir jeden Tag etwas dafür tun. Zum Beispiel uns um ein gutes Sorbisch zu bemühen und in den Soblex zu schauen, wenn einem das sorbische Wort fehlt. Ich habe großen Respekt vor allen, die neue sorbische Inseln mit Sprach-Leuchttürmen aufgebaut haben, wie Gabriela Linack und Brigitte Schramm in Hoyerswerda / Wojerecy.

Und deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass ein Projekt wie „Zorja“ auf der Liste der Maßnahmen steht, die im Rahmen des Strukturwandels aus Fördermitteln besonders unterstützt werden.

Das Sorbische ist als Alleinstellungsmerkmal der Lausitz anerkannt

Zurück zu dem Beitrag in der „Lausitzer Rundschau”. Marko Suchy unterscheidet zwei Typen des Strukturwandels: von außen aufgebrummte Änderungen und Änderungen, die wir von uns aus realisieren können. Vor 150 Jahren konnte niemand die Industrialisierung verhindern, und kein Bewohner der Lausitz sah sich nach dem politischen Wandel 1989/90 im Stande, bestimmten wirtschaftlichen Prozessen zu entgehen. Was uns Sorben anbelangt, ist das heute strukturell anders: Das Sorbische ist, wie gesagt, als Alleinstellungsmerkmal der Lausitz anerkannt. Erst kürzlich hat der gesamte Landtag in Potsdam die Mehrsprachigkeit als Perspektive des Landes beschlossen. In der offiziellen Kulturstrategie für die Lausitz, die ein Ergebnis der Zukunftswerkstatt Lausitz mit Akteuren aus Sachsen und Brandenburg ist, heißt es unmissverständlich: Wir Sorben sind vorbildhafte Träger des Mehrsprachigkeitsmodells. Wir sind Brückenbauer zwischen Brandenburg und Sachsen, Deutschland Polen und Tschechien und zu anderen Slawen, unter verschiedenen Menschen in der ganzen Lausitz, in Europa, ja bis nach Texas und Australien.

Jetzt aber sind wir zum ersten Mal in unserer Geschichte mit dem Phänomen konfrontiert: Uns stehen tendenziell mehr Mittel zur Verfügung als Leute. Wir haben zunehmend Schwierigkeiten, die sorbischen Arbeitsplätze zu besetzen. Wenn wir diesen Strukturwandel aktiv im Griff haben wollen und unseren Vorstellungen nach suverän selbst bestimmen wollen, dann müssen wir uns bewusster mit dem Thema Bildung befassen.

Die Kulturautonomie haben wir schon lange, nämlich in Form der Stiftung für das sorbische Volk. Die sorbischen Stiftungsratsmitglieder, die von uns gewählt werden, entscheiden in Kooperation mit den Stiftungsmitarbeitern – und sie alle sind Sorben – auf der Grundlage von abgestimmten Prioritäten inhaltlich, was wie gefördert werden soll. Es gibt keine kulturelle Aktivität bei den Sorben, die aus diesem System ausgeschlossen ist. Der größte Missstand im Moment ist der, dass das Bildungssystem, salopp gesagt, nicht genug Nachwuchs für unser Kultur- und Sprachsystem produziert. Es ist dringend notwendig, sich Gedanken darüber zu machen, welche Strukturen – vielleicht auch Strukturen der Selbstverwaltung – wir uns aufbauen sollten, um ausreichend Nachwuchs als Sprachträger für die Entwicklung der Sprache und Kultur zu erhalten.

Bildungsautonomie nach dem Vorbild der sorbischen Kulturautonomie?

Insbesondere die Frage des Lehrernachwuchses ist eine heiß dsikutierte Angelegenheit, die uns weiter beschäftigen wird. Noch wichtiger ist aus meiner Sicht aber die Frage, die in der letzten Hauptversammlung unser Altvorsitzender Jan Nuck angestoßen und als Antrag eingereicht hat, den wir dann beschlossen haben: der Bund sorbischer Schulen. Das heißt: ein sorbisches Schulsystem in der Ober-, Mittel- und Niederlausitz als ein Netz von Schulen, in denen unsere Sprache an erster Stelle steht. Mit aller Freiheit für die sorbischen kulturellen und lokalen Besonderheiten. Aber mit dem klaren Anspruch, dass die Absolventen dieser Bildungseinrichtungen in der Lage sind, mündlich wie schriftlich fließend Sorbisch/Wendisch zu kommunizieren. Wie das zu regeln ist – im Rahmen der bestehenden Rechte oder anders, zum Beispiel vielleicht im Sinne von Bildungsautonomie –, darüber lohnt es sich neu zu debattieren.

In diesem Jahr begehen wir den 20. Jahrestag des Crostwitzer Schulaufstands. Dieser steht bis heute symbolhaft für den Kampf um die Bewahrung und Entwicklung des sorbischen Schulwesens. Wir können es uns nicht erlauben, weitere zwanzig Jahre – einmal mehr, einmal weniger intensiv – über Schulfragen zu diskutieren. Wir müssen uns mit der Angelegenheit insgesamt beschäftigen. Dazu gehört auch die Frage der Trägerschaft, wenn sie Vorteile für alle bringt. Die Bildungsautonomie kann auch in Form einer weiteren Stiftung eingerichtet werden – ähnlich wie die Kulturautonomie, aber nur zusammen mit der Basis. Ich persönlich favorisiere derzeit kein Modell, bin aber der festen Überzeugung, liebe Delegierte:

Unser Problem sind nicht irgendwelche fehlende Rechte. Unser Problem ist auch nicht, dass wir zu wenig tun oder keine neuen Ideen haben. Die Delegiertenmappe mit einem Umfang von 300 Seiten zeugt mit ihren Berichten und Plänen von den regen Aktivitäten unserer ehren- und hauptamtlichen Mitstreiter. Unser Problem ist auch nicht fehlende Akzeptanz. In den beiden Bundesländern des sorbischen Siedlungsgebietes sind wir mit beratender Stimme in den Schulkonferenzen an den Schulen mit Sorbisch-Unterricht vertreten. Die Gleichwertigkeit der sorbischen Sprache im öffentlichen Raum sehen wir immer mehr an Wegweisern und Schildern in und an Behörden. In drei Duzent externen öffentlichen Gremien reden wir im Namen des sorbischen Volkes mit. Das Niveau der heutigen Rechte und Poptenziale wäre für Generationen früher nicht vorstellbar. Und gerade deshalb ist es unsere Pflicht, ohne irgendwelche Tabus zu fragen: Schöpfen wir das Potenzial, das wir heute haben, auch aus?

Transparenz-Zuwachs durch Livestream-Sitzungen auch nach Pandemie bewahren

Aber zurück zum Heute. Auch unsere Arbeit hat Corona verändert. Wir haben die Herausforderungen von knapp eineinhalb Jahren Pandemie ziemlich gut gemeistert. So viel Digitalisierung hat es auch bei den Sorben nie gegeben, und auch nach der Pandemie ließen sich Beratungen hin und wieder – soweit als möglich und sinnvoll –  online durchführen, um den Leuten weite Wege zu ersparen. Und dass man an den öffentlichen Beratungen des Bundesvorstands inzwischen auch per youtube-Livestream teilnehmen kann, ist im Sinne von Transparenz zweifellos ein Fortschritt, den wir für die Zukunft unabhängig von den aktuellen Gegebenheiten beibehalten sollten.

Natürlich möchten wir in allen Regionen der Lausitz wieder “sorbische Abende” abhalten. Sie sind allerorts auf gute Resonanz gestoßen und haben dem unmittelbaren Austausch gedient: Auf der einen Seite konnten wir als Domowina, aber auch die Stiftung und Sorben-Räte ganz praktisch erfahren, wo welche Unterstützung an der Basis benötigt wird. Auf der anderen Seite haben wir selbstkritisch zur Kenntnis genommen, wo es noch hapert.

Marka Ziesch hat in ihrer letzten Sitzung als Mitglied des Domowina-Bundesvorstandes allen dafür gedankt, dass sie viele Jahre in diesem Spitzengremium der Domowina einen Sprachraum erlebt hat, der lebendig ist. Ihnen und allen bisherigen Bundesvorstandsmitgliedern, die nicht mehr antreten oder die wieder kandidieren, sei für ihre stetige Mitarbeit an der Spitze unserer sorbischen Organisation, herzlich gedankt! Sie haben die Arbeit der Domowina – vielfach über viele Jahre – nicht nur mit geprägt, sondern haben den Vorsitzenden und die Geschäftsstelle auch ordentlich beaufsichtigt. Freundlich, aber kritisch, wie es bei uns Sorben Sitte ist. Als Abgesandte der Regionalverbände und überregionalen Vereine haben sie die sorbische Basisdemokratie verwirklicht.

Aber es gibt es andere Videos von Online-Sitzungen. Letzte Woche erfuhren wir von einem Video, das Einblicke in eine Sitzung oder Sitzungen der Gruppe “Serbski sejm” gibt. Ehrlich gesagt: Ich bin schockiert. Für solche Ausdrucksweisen und Aussagen fehlen mir die Worte. Zur politischen Debatte gehört eine gewisse Kultur des Respektes. Wie soll der Dialog aussehen, wenn sie der Domowina vorwerfen, eine terroristische Organisation zu sein oder wie der Volkskongress in China zu arbeiten? Ganz abgesehen von der Diffamierung von Personen. So etwas haben wir nach meinem Kenntnisstand bisher unter Sorben noch nie erlebt. Vor allem erschütternd ist, wie “Sejm”-Akteure die Arbeit von 200 Verbänden, Vereinen und Gruppen, von 7.500 Mitgliedern und die Arbeit von 70 Angestellten der Domowina in den Dreck ziehen. Als Vorsitzender verurteile ich das. Und ich stelle mich vor die Menschen in der Domowina und sage klar: So nicht! Und ich füge hinzu: Es ist eine Schande, dass sie bis heute kein Wort der Entschuldigung gefunden haben. Aber zurück zu unseren Themen.

Dank an Amtsvorgänger Jan Nuck: Gesicht von unerschütterlichem sorbischem Selbstbewusstsein

Sehr geehrte Anwesende,

Erlauben Sie mir ein ganz persönliches Wort an meinen langjährigen Amtsvorgänger, unseren Altvorsitzenden Jan Nuck. Du bist immer nach vorn geprescht und pflegtest uns anzufeuern, auch mich, Deinen jungen Nachfolger. Mit den Ergebnissen warst du nicht immer zufrieden, oder sagen wir so: Unser Jan Nuck wäre nicht Jan Nuck, wenn er mit der sorbischen Politik, die die Sorben selbst machen, einfach zufrieden wäre. Für dich erreichen alle Bestrebungen im besten Fall eine tolerierbare Zwischenstufe, aber dann muss es weiter gehen.

Keiner kann sich die Zeit, in der er wirkt, ausuchen. Jan Nuck hat als wohlgemerkt ehrenamtlicher Vorsitzender unserem Volk in einer schwiergen Zeit mit fast übermenschlichem Engagement das Gesicht von unerschütterlichem Selbstbewusstsein gegeben, als wir mit Mittelkürzungen und Schulschließungen konfrontiert waren. Die Bedingungen heute sind völlig andere. Wenn es aber darum geht, dass wir die großen Potenziale unserer jetzigen Zeit für einen neuen Aufschwung des Sorbischen wirklich auschöpfen, dann müssen wir die Domowina sozusagen neu erfinden. Ich möchte mich hier auf die wichtigsten Punkte konzentrieren, die ich dafür sehe:

Wir brauchen Parität von Nieder- und Oberlausitz und Vielfalt verschiedener Milieus

Der Niederlausitz gehört nicht nur die Hälfte des sorbischen Himmels, sondern auch unseres irdischen sorbischen Seins. Wir brauchen die Parität bei den Sorben und die lebendige Vielfalt verschiedener sorbischer Milieus auf allen Ebenen unserer Organisation und des sorbisch-/wendischsprachigen Lebens insgesamt. Cottbus / Chóśebuz ist keine Zweigstelle der Bautzener Geschäftstelle, sondern die Domowina ist eine Organisation für die ganze Lausitz mit gleichwertigen regionalen Standorten. So lange aber bei uns die Rede von einer “Minderheit innerhalb der Minderheit” ist, stimmt etwas nicht. Seit dem vergangenen Jahr ist der Landkreis Dahme-Spreewald / Dubja-Błota Domowina-Fördermitglied. Unser Territorium erstreckt sich vom Lausitzer Bergland bis unterhalb von und nach Berlin. Darauf müssen wir in der Wahlperiode bis 2025 das Wirken der Domowina ausrichten und die Regionalisierung unserer Arbeit fortsetzen.

Als Domowina haben wir historisch gewachsene starke Seiten, die wir gerade jetzt in Zeiten des Wandels in der Energieproduktion entwickeln werden. So können wir die Kräfte unseres sorbischen Volkes stärken und seine Potenziale wirksamer ausschöpfen.

Kommunale Verantwortliche von Anfang an als Partner einbeziehen

  1. Die Basisdemokratie ist unsere Stärke: Bei uns regeln lokale und regionale Verbände die Angelegenheiten ihers Alltags souverän, keine Zentrale diktiert ihnen etwas. Gerade deshalb bitte ich aber darum, die innere Demokratie sehr ernst zu nehmen und die Teilhabe aller Mitglieder zu garantieren. Gerade Abläufe in Verbindung mit Wahlen müssen für jedes Mitglied transparent und zugänglich sein.
  2. Die Freiheit der Vereine ist unsere Stärke: Unser sorbisches gesellschaftliches Leben ist unabhängig von einer staatlichen Aufsicht. Das ist auch ein großer Fortschritt gegenüber der DDR-Zeit. Natürlich ließe sich ungeachtet dessen darüber diskutieren, ob wir nicht doch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sein wollen. Wenn ich aber auf öffentlich so mächtige Vereine wie Greenpeace oder ADAC schaue, die ja auch keine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind, so habe ich den Eindruck, dass zuviel über abstrakte Fragen der Vertretung und zu wenig über die konkrete Umsetzung sorbischer Interessen gesprochen wird.
  3. Die sorbischen Frauen mit ihrem besonderen Selbstbewusstsein sind unsere Stärke. Sie stellen tatsächlich die bessere Hälfte der Bevölkerung. Deshalb wird gern vom sorbischen Matriarchat gesprochen. Dem entspricht die Zusammensetzung der Kandidaturen für den Bundesvorstand nicht. Wir müssen uns schnellstmöglich innerhalb des Dachverbandes gemeinsam mit unserern Mitgliedsverbänden darauf verständigen, wie unsere sorbischen Gremien attraktiver werden können vor allem auch für junge Frauen, die man derzeit auf den Listen kaum sehen kann.
  4. Unsere Stärke ist die Verankerung des sorbischen Lebens in den Kommunen, wir sind dort am stärksten präsent, wo die Menschen leben. Das trifft aber leider nicht für unser Verhältnis zu den Kommunalpolitikern zu, egal ob sorbischen oder deutschen. Hier herrscht vielmehr das Prinzip, dass wir uns zuerst in Ruhe untereinander einigen und dann heißt es: Und jetzt müssen wir noch mit den Kommunen sprechen. Wir brauchen neue Formen, um die kommunalen Verantwortlichen von Anfang an als Partner einzubeziehen. Weil die kommunalen Angelegenheiten kein Anhängsel der sorbischen und die sorbischen Angelegenheiten kein Anhängsel der kommunalen sind. Beide sind in der Lausitz im Interesse der gesamten Bevölkerung miteinander verwoben.
  5. Unsere Stärke ist der direkte Dialog. Bei uns ist der Austausch ohne Umwege möglich. Wenn aber ehrenamtliche Gremiumsmitglieder vor einer Beratung zuerst Riesenstapel Papier und eine Unmenge an Drucksachen durchackern müssen, ist das für potenzielle Interessenten abschreckend. Weniger Bürokratie und mehr Diskussion über Wesentliches – das sei das Motto für die künftige Arbeit des Bundesvorstands!
  6. Unsere Stärke ist die Digitalisierung. Dank sorbischen IT-Experten konnten wir sie während der Pandemie vor allem im kulturellen und Bildungsbereich weiter ausweiten. Kürzlich gedachten wir des 100. Geburtstages von Mikławš Joachim Wićaz, des sorbischen Erfinders des neuzeitlichen Tisch-Computers, des PC. Jetzt werden wir unsere IT-Potenziale für die bessere Integration der Sorben ausßrehalb der Lausitz nutzen.
  7. Die Einheit von lebendiger Tradition und innovativer Zukunft ist unsere Stärke. Wir haben mit unserem Programm 2025 “Verbundenheit – Offenheit – Verantwortung” gute Meilensteine gesetzt. Jetzt müssen wir darübber nachdenken, wie es weiter geht. Viele Inhalte bleiben weiterhin aktuell. Aber ein Update ist notwendig. In den Enpfehlungen für die Satzungsänderungen, über die wir heute entscheiden werden, wird die Mitgliedschaft von Einzelpersonen als weiterer Stützpfeiler unserer aktiven Basis explizit genannt. Das entspricht der gesellschaftlichen Realität, dass immer mehr Menschen auch außerhalb von Vereinsstrukturen engagieren. Ihr Potenzial müssen wir für die Sorben noch mehr nutzen. Und das muss sich zukünftig auch atärker in unserer Programmatik wiederspiegeln.

Liebe Delegierte, wir sind nicht deshalb Sorben, weil wir uns für unser Erbe opfern wollen. Wir sind Sorben, weil wir als Sorben das schönere Leben haben. Wir können besser feiern, wir können uns besser miteinander unterhalten, wir können vielleicht auch besser lieben – und offensichtlich auch besser zusammenarbeiten. Sonst wären wir nicht 50 Generationen ohne Schutz durch einen eigenen Staat lebendig geblieben und würden wir nicht bis heute existieren. Auf die nächsten 50 Generationen – los geht’s!

Narěč předsydy Domowiny, Dawida Statnika, na hłownej zhromadźiznje w Slepom

Změnu strukturow aktiwnje w horšći měć – serbske potenciale wučerpować

Lube delegaty, cesćone gósći,

abstraktne zapśimjeśe „změna strukturow” jo w luźe pak suspektne pak zlě pśewołane: Pó pśewrośe su pód toś tom gronidłom w industriji źaseśtysace źěłowych městnow wótpórali, slědy za towarišnosć znajomy – masowu bźezdźěłabnosć a wudrogowanje młoźiny, tek wjele młodych Serbowkow a Serbow.

Marko Suchy, pśedsedaŕ sakskeje Rady za serbske nastupnosći, jo łoni w góstnem pśinosku za „Lausitzer Rundschau“ na hyšći starše stawizny toś togo gronidła „změna strukturow” pokazał. Z industrializaciju pśed 150 lětami su wuglowe jamy, milinarnje a wjelike fabriki wšakorakich branšow do našeje domownje pśišli. Ze zeleznicu njejsu jano nowe wóry swóju drogu do nejdalej zdalonych stronow namakali, ale tek we wjelikej licbje nowe źěłowe mócy do Łužyce. Zachopjeńk toś teje změny strukturow jo było něźi dwěsćě tysac serbski powědajucych luźi we Łužycy, kenž su wucynili wětšynu ludnosći. Něnto na proze doby, w kótarejž maju se nowe struktury we Łužycy twóriś, smy my Serby w  pśirownanju z tegdejšym casom mała gjarstka a naša mamina rěc jo rěc mjeńšyny.

Rownocasnje pak prědny raz w stawiznach našogo ludu dožywijomy, až se naše serbske wašnje, naša rěc a kultura we wěcej a wěcej oficielnych dokumentach jawje ako jadnoraznosć a se ako bytostny faktor za wuwiśe cełego regiona pśipóznawaju. Wót łońšego lěta jo serbski lud samo w zwězkowej kazni wuraznje naspomnjony, rozmjej w kazni wó zmócnjenju strukturow w doněntejšnych brunicowych rewěrach. Jo, prědny raz nas ceła Nimska pśipóznawa ako spěchowanja gódne kubło Łužyce.

Mjaztym jo jasne, až njejsu to jano puste słowa, pśeto z togo wurosćo pśidatne zaměrne spěchowanje za cas, gaž se epocha wudobywanja brunice zakóńcyjo. Paralelnje smy – ako zgromadnosć wólonych zastupnikow serbskego ludu – stopnjowanje financnego wugótowanja Załožby za serbski lud dojśpili, kótarež jo historiske: Mamy dobru stwjerśinu srědkow wěcej za woplěwanje našeje kulturneje awtonomije k dispoziciji. Pó lětźasetkach skrotcenjow jo to pśewrośenje we wobchadanju stata z nami Serbami.

Smy čas małych kralestwow w Serbach přewinyli

Česćene knjenje a knježa,

tónle historiski wuspěch njeje gesta hnady wyšnosće napřećo kraloswěrnym Serbam, zo bych stary předsudk citował. Nawopak: Smy čas małych kralestwow w Serbach přewinyli a ćehnjemy ze wšěmi zamołwitymi serbskimi gremijemi mjeztym štyri lěta za jedyn postronk. Smy, mjezsobu so wothłosowawši, sebjewědomje jednali a z tym respekt politiskich partnerow žnjeli. Serbskej radźe w Braniborskej a Sakskej, załožbowi radźićeljo, čłonojo parlamentariskeje přirady załožby a zwjazkowe předsydstwo Domowiny su w jednanju jednotu tworili. To je so na dobro serbskeho ludu wudaniło!

Naš nadawk jako Domowina njeje knježić, ale słužić. Haj, mamy jako zakonsce připóznata rěčnica za zajimy serbskeho ludu politiski mandat. Tón mandat je bazodemokratisce legitimowany: W tutej hali dźensa nichtó njebudźe wothłosować, dokelž je jemu někajka serbska abo němska wyšnosć tute prawo spožčiła. Was wšitkich je baza aktiwneje serbskeje ciwilneje towaršnosće wuzwoliła. A tak směmy wo nas prajić: Reprezentujemy serbski lud – my smy serbski lud!

A tohodla dyrbimy so dźensa prašeć: Što dyrbimy činić, zo by z tuteje třećeje změny strukturow w běhu najnowšich stawiznow naš lud zaso rostł? Što dyrbimy nětkole zdokonjeć, zo by w lěće 2050 wjac Serbowkow a Serbow we Łužicy bydliło hač dźensa?

Cesćone pśibytne,

naša rěc jo nejmarkantnjejše znamje našeje eksistence, naše serbšćiny su nejbytostnjejšy wuraz socialneje identity serbskeho ludu. Pótakem su žywe rěcne rumy nejwažnjejšy indikator za byśe a traśe Serbow.

Tak serbski nawuknuś, aby našu rěc swójim źiśam dalej dawaś mógali

Dla togo njamóžomy dowuchwaliś młode iniciatiwy z ludu, ako „Zorja” w Dolnej Łužycy. Maksimilian Hasacki, Gregor Kliem a Šarlota Kušcyc su zakładnu koncepciju wuwijali, kak mógu młode luźe w běgu lěta tak serbski nawuknuś, aby našu rěc swójim źiśam dalej dawaś mógali.

Ja wósobinski som priwilegěrowany był. Som směł wótrosć w cysto serbskem miljeju, źož jo  była a jo naša rěc fundament cełego žywjenja. Se wě, až musymy tek my kuždy źeń něco za to cyniś. Na pśikład z tym, až se wó dobru a cystu serbšćinu procujomy a do soblexa glědamy, gaž nam serbske słowo felujo. Mam wjeliki respekt pśed wšyknymi, kenž su nowe serbske kupcycki z rěcnymi swěśakami natwarili, ako Gabriela Linakowa a Brigita Šramina we Wórjejcach, a je w zgromadnosći z drugimi angažěrowanymi wuźaržuju. A toś jo wjelgin derje, až jo projekt „Zorja” na lisćinje serbskich napšawow, kótarež budu se w ramiku změny strukturow ze spěchowanskich srědkow wósebnje pódpěrowaś.

Wróćo k přinoškej w „Lausitzer Rundschau”. Marko Suchy je dwaj typaj změny strukturow rozeznawał: Změny, kotrež su nam wotwonka nabrěmjenjene, a změny, kotrež móžemy sami zwoprawdźeć. Před 150 lětami njemóžeše nichtó industrializaciji zadźěwać, a žadyn wobydler Łužicy njeměješe po politiskim přewróće 1989/90 dosć mocow, so wěstym hospodarskim procesam wuwinyć. Štož nas Serbow nastupa, je to dźensa strukturelnje hinak: Serbstwo je, kaž prajene, jako wusahowaca jónkrótnosć Łužicy připóznate. Hakle njedawno je cyły krajny sejm w Podstupimje wjacerěčnosć jako perspektiwu kraja wobzamknył. W oficielnej kulturnej strategiji za Łužicu, kotraž je wupłód Dźěłarnički za přichod Łužicy z akterami ze Sakskeje a Braniborskeje, jasnje rěka: My Serbja smy přikładni nošerjo modela regionalneje wjacerěčnosće. Twarimy mosty mjez Braniborskej a Sakskej, mjez Němskej, Pólskej a Čěskej a k dalšim Słowjanam, mjez wšelakimi ludźimi po cyłej Łužicy, po Europje, haj hač do Texasa a do Awstralskeje. 

Nětko pak zwěsćamy prěni raz w našich stawiznach fenomen: Tendencielnje je wjac srědkow hač ludźi. Mamy dale a wjac wušparanjow, serbske dźěłowe městna wobsadźeć. Hdyž chcemy tutu změnu strukturow aktiwnje w horšći měć a po našich předstawach suwerenje sami postajować, dyrbimy so wědomišo temy kubłanja přimać.

Z kubłanskej awtonomiju wjac dorosta za wuwiwanje rěče a kultury?

Kulturnu awtonomiju dawno mamy, mjenujcy w formje Załožby za serbski lud. Serbscy radźićeljo, kotrychž smy my wolili, w kooperaciji z přistajenymi załožby, kotřiž su wšitcy Serbja, na zakładźe wothłosowanych prioritow wobsahowje rozsudźeja, što ma so kak spěchować. Njeje žaneje kulturneje aktiwity w Serbach, kotraž je z tutoho systema wuzamknjena. Najwjetši špak pak tči tuchwilu w tym, zo – salopnje prajene – kubłanski system dosć dorosta za naš kulturny a rěčny system njeprodukuje. Je nuznje trěbne, zo wo tym rozmyslujemy, kotre struktury – snadź tež struktury samozarjadnistwa – sej natwarimy, zo bychmy dosć dorosta za wuwiwanje rěče a kultury dóstali.  

Wosebje prašenje dorosta za wučerstwo je horco diskutowana naležnosć, kotrež budźe nas dale zaběrać. Hišće wažniše pak je z mojeho wida prašenje, kotrež je na zašłej hłownej zhromadźiznje naš staropředsyda Jan Nuk nastorčił a jako namjet zapodał, kotryž smy potom wobzamkli: zwjazk serbskich šulow. To rěka: Serbske šulstwo w Hornjej, srjedźnej a Delnjej Łužicy jako syć kubłanišćow, hdźež naša rěč na prěnim městnje steji. Ze wšej swobodu za serbske kulturne a lokalne wosebitosće. Ale z jasnym narokom, zo absolwenća tutych kubłanišćow ertnje a pisomnje běžnje serbuja. Kak tole zrjadować, hač w ramiku wobstejacych prawow abo hinak, na přikład runja kulturnej awtonomiji z kubłanskej awtonomiju, wo tym je hódno, znowa debatować.

Lětosa buźo 20. wrośenica Chróšćańskego zběžka, kenž jo až do źinsajšnego synonym za wójowanje wó zdźaržanje a wuwiwanje serbskeho šulstwa. Njamóžomy sebje dowólić, dalšnych dwaźasća lět – jano casy, raz wěcej, raz mjenjej – wó pšašanju šulstwa debatěrowaś. Musymy se z nastupnosću ceło zaběraś. Tomu móžo tek słušaś pšašanje nosaŕstwa, wóznamjenijo-lic to lěpšyny za wšyknych. Móžomy swóju kubłańsku awtonomiju tek we formje drugeje załožby zrědowaś – pódobnje kulturnej awtonomiji, ale jano zgromadnje z bazu. Wósobinski w tej chyli žeden model njefaworizěrujom, som pak kšuśe pśeznanjony, lube delegaty, lube delegatki:

Naš problem njejsu felujuce pšawa

Naš problem njejsu felujuce pšawa. Naš problem tek njejo, až pśemało cynimy abo nowe ideje njamamy. Delegatna mapa z wobměru 300 bokow znani ze swójimi rozpšawami a planami wo žywej źěłabnosći cesno- a głownoamtskich. Naš problem tek njejo felujuca akceptanca. W zwězkowyma krajoma serbskego sedleńskego ruma smy z póraźujucym głosom w šulskich konferencach kubłanišćow ze serbskeju wucbu zastupjone. Rownogódnosć serbšćiny w zjawnem rumje wiźimy dalej a wěcej na drogownikach a toflach zastojnstwow. W tśich ducentach eksternych zjawnych gremijach w mjenju serbskego luda sobu powědamy. Niwow źinsajšnych pšawow a potencialow njeby se něgajšne generacije pśedstajaś mógali. A rowno dla togo jo naša winowatosć, až se bźez někakich tabu pšašamy: lěc potencial, kótaryž źinsa mamy, napšawdu wupóceramy?

Ale wróćo k dźensnišemu. Tež naše dźěło je pandemija změniła. Smy wužadanja nimale połdra lěta pandemije dosć derje zmištrowali. Telko digitalizacije tež w Serbach ženje było njeje, a tež po pandemiji móhli zawěsće hdys a hdys posedźenje, dalokož móžno a zmysłapołne, tež online přewjesć, zo bychmy ludźom dołhu jězbu zalutowali. A zo móža so ludźo na zjawnych wuradźowanjach zwjazkoweho předsydstwa mjeztym tež přez youtube-livestream wobdźěleć, je w zmysle transparency bjezdwěla postup, kiž mamy sej tež za přichod njewotwisnje wot aktualnych wobstejnosćow wobchować.

Wězo chcemy we wšěch regionach Łužicy zaso serbske wječorki wotměwać. Wone su wšudźe dobru rezonancu žnjeli a bjeposrědnjej wuměnje słužili: Na jednym boku móžachmy jako Domowina, ale tež załožba a serbskej radźe, cyle praktisce zhonić, hdźe je kotra podpěra na bazy trěbna, a na druhim boku smy sebjekritisce na wědomje brali, z čim hišće klaca.

Dźak wšěm čestnohamtskim, kotřiž serbsku bazowu demokratiju realizuja

Marka Cyžowa je so na swojim poslednim posedźenju jako čłonka zwjazkoweho předsydstwa wšěm za to dźakowała, zo móžeše wjele lět w tutym načolnym gremiju Domowiny žiwy rěčny rum dožiwjeć. Jej a wšěm dotalnym čłonam zwjazkoweho předsydstwa, kotřiž hižo njekandiduja abo zaso kandiduja, so za njesprócniwe sobudźěło na čole našeje narodneje organizacije wutrobnje dźakuju. Woni njejsu dźěławosć Domowiny – hustodosć wjele lět – jenož sobu postajeli, ale su tež předsydu a zarjad porjadnje dohladowali. Přećelnje, ale kritisce, kaž je mjez nami Serbami z wašnjom. Jako wotpósłancy župow a nadregionalnych towarstwow su serbsku bazowu demokratiju realizowali.

Ale je tež wšelakich druhich widejow wo online-posedźenjach. Zašły tydźeń smy zhonili wo wideju, kotryž pokazuje z posedźenja abo posedźenjow zjednoćenstwa „Serbski sejm”. Dyrbju sprawnje přiznać: sym šokowany. Nimam słowow za tute wašnje zwuraznjenja a wuprajenja. K politiskej debaće słuša wěsta kultura česćownosće. Kajki ma to być dialog, hdyž Domowinje wumjetuja, zo je teroristiska organizacija abo dźěła kaž volkskongress w Chinje? Cyle wothladajo wot difamowanja wosobow. Tajke něšto po moijim wědźenju w Serbach ženje dožiwili njejsmy. Najbóle wostrózbjace pak je, zo sejmarjo pawšalnje pluwaja na dźěło 200 zwjazkow, towarstwow a skupin, 7500 čłonow a dźěło wjac hač 70 přistajenych Domowiny. Jako předsyda to zasudźuju. A zakitujo našich Domowinjanow jasnje praju: Takle nic!

A přidać chcu tež, hańba, zo hač do dźensnišeho njejsu ani słowo zamołwjenja popřeli. Ale wróćo k našim temam.

Jan Nuk jo našomu ludoju w śěžkem casu woblico njepówalnego sebjewědobnja dał

Cesćone pśibytne,

dowolśo mě ceło wósobinski słowo mójomu dłujkolětnemu pśedchadnikoju w zastojnstwje, našomu staropśedsedarjoju Janoju Nukoju. Ty sy pśecej doprědka chwatał a sy nas pśi tom rady gónił, tek mě, swójogo młodego naslědnika. Z wuslědkami njejsy pśecej spokojom był, abo gronimy tak: Naš Jan Nuk njeby Jan Nuk był, gaby z narodneju politiku Serbow narowno spokojom był. Za Tebje dojśpiwa wša proca w nejžlěpšem paźe tolerabelny mjazyschójźenk, ale pótom musy pšosym dalej hyś.

Nichten sebje cas swójogo statkowanja wupytaś njamóžo. Jan Nuk jo ako cesnoamtski pśedsedaŕ našomu ludoju w śěžkem casu z pśisamem nadcłowjeskim angažementom woblico njepówalnego sebjewědobnja dał, gaž su nam spěchowanje pśikrotcyli a šule zawěrali. Źinsa su wuměnjenja drje ceło hynakše. Gaž pak wó to źo, až wjelicke potenciale našogo casa za nowy rozmach Serbstwa napšawdu wupóceramy, musymy Domowinu, ako by gronili, znowa wunamakaś. Koncentrěrujom se how na nejwažnjejše dypki, kótarež za to wiźim:

Dolnej Łužycy njesłuša jano połojca serbskego njebja, ale tek našogo zemskego narodnego byśa. Trjebamy paritu w Serbach a žywu wjelebocnosć wšakich serbskich miljejow na wšych rowninach našeje organizacije a serbski powědajucego žywjenja scełego. Chóśebuz njejo wotnožka Budyšyńskego zastojnstwa, ale Domowina jo cełołužyska organizacija z rownogódnymi regionalnymi stojnišćami. Tak dłujko ako se mjazy nami wó „mjeńšynje w mjeńšynje” powěda, něco njepśitrjefijo. Wót łońskego lěta jo wokrjes Dubja-Błota spěchowański cłonk Domowiny. Naš teritorij sega z tym wót Łužyskich górow až pód Barliń. Na to musymy w nowej wólbnej perioźe do lěta 2025 statkownosć Domowiny wusměriś a z regionalizaciju našeje źěłabnosći pókšacowaś.

Zrosćene sylne stronki Domowiny runje nětko w přewróće produkcije energije wuwiwać

Mamy jako Domowina historisce zrosćene sylne stronki, kotrež budźemy runje nětkole w dobje přewróta produkcije energije wuwiwać. Tak móžemy mocy serbskeho ludu skrućeć a jeho potenciale skutkownišo wučerpować.

  1. Bazowa demokratija je naša sylna stronka, pola nas zrjaduja lokalne a regionalne cyłki swoje wšědne naležnosće suwerenje, jim žana centrala njediktuje. Runje tohodla pak wo to prošu, nutřkownu demokratiju jara chutnje brać a participaciju wšěch čłonow zaručeć. Runje wotběhi w zwisku z wólbami maja za kóždeho sobustawa transparentne a přistupne być.
  2. Swoboda towarstwow je naša sylna stronka, naše serbske towaršnostne žiwjenje je njewotwisne wot statneho dohladowarstwa. To je tež wulki postup porno NDRskemu časej. So wě, zo móhli najebać to dale wo tym diskutować, hač njebychmy tola chcyli z korporaciju zjawneho prawa być. Hdyž pak na zjawnje jara mócne towarstwa kaž Greenpeace abo ADAC hladam, kotrejž tež korproraciji zjawneho prawa njejstej, mam zaćišć, zo so přewjele wo abstraktnych prašenjach zastupnistwa a přemało wo konkretnym zwoprawdźenju serbskich zajimow rěči.
  3. Serbske žony ze swojim wosebitym sebjewědomjom su naša sylna stronka, wone su woprawdźe lěpša połojca našeje ludnosće. Tohodla so rady wo serbskim matriarchaće rěči. Tomu zestawa kandidaturow za zwjazkowe předsydstwo njewotpowěduje. Dyrbimy so tak chětr kaž móžno w třěšnym zwjazku zhromadnje ze swojimi čłonskimi cyłkami na to dorozumić, kak budu naše gremije atraktiwniše wosebje tež za młode žony, kotrež tuchwilu na lisćinach namjetow lědma widźiš.
  4. Zakótwjenosć serbskeho žiwjenja w komunach je naša sylna stronka, smy tam najprezentniši, hdźež ludźo bydla. To pak nažel njepłaći za naš poměr komunalnym politikarjam, wšojedne hač serbskim abo němskim. Tule knjež bóle tón princip, zo so najprjedy woměrje mjez sobu dojednawamy a potom rěka: Nětk dyrbimy hišće z komunami rěčeć. Trjebamy nowe formy, komunalnych zamołwitych wot spočatka sem jako partnerow zapřijeć. Dokelž komunalne naležnosće njejsu připlack serbskich a serbske nic připlack komunalnych. Wobě tworitej we Łužicy cyłk na dobro cyłeho wobydlerstwa.
  5. Direktny dialog je naša sylna stronka, pola nas je wuměna bjez wokołopućow móžna. Hdyž dyrbja pak čestnohamtscy čłonojo gremijow do wuradźowanja najprjedy wulke štaple papjery a retomas ćišćenkow přehladać, to potencielnych zajimcow wotstorkuje. Mjenje běrokratije a wjac diskusije wo bytostnych wěckach njech je hesło za přichodnu dźěławosć zwjazkoweho předsydstwa!
  6. Digitalizacija je naša sylna stronka, kotruž móžachmy dźakowano serbskim IT-ekspertam za čas pandemije wosebje na kulturnym a kubłanskim polu dale rozšěrjeć. Smy njedawno spominali na stote narodniny Mikławša Joachima Wićaza, serbskeho wunamakrja načasneho PC na pisanskim blidźe. Nětko budźemy swoje IT-potenciale za lěpšu integraciju Serbow zwonka Łužicy wučerpować.
  7. Jednota žiweje tradicije a inowatiwneho přichoda je naša sylna stronka, sym ze swojim programom 2025 „zwjazanosć, wotewrjenosć, zamołwitosć” dobre mězniki stajili. Dyrbimy nětk přemyslować, kak dale póndźe.  Wjele wobsahow wostawa dale aktualne. Trjebamy pak update. W namjetach za změny wustawkow, wo kotrež dźensa rozsudźimy, smy čłonstwo jednotliwcow jako dalši stołp našeje aktiwneje bazy eksplicitnje mjenowali. To wotpowěduje realiće towaršnosće, zo so dale a wjac ludźi tež zwonka strukturow towarstwow angažuje. Jich potencial dyrbimy hišće bóle za Serbstwo wučerpować. A to dyrbi so přichodnje tež w našej programatice sylnišo wotbłyšćować.

Móžemy lěpje swjećić, móžemy lěpje bjesadować, móžemy snadź tež lěpje lubować

Lubi delegaća, njejsmy Serbja tohodla, dokelž chcemy so za swoje herbstwo woprować. Smy Serbja, dokelž mamy rjeńše žiwjenje jako Serbja. Móžemy lěpje swjećić, móžemy lěpje bjesadować, móžemy snadź tež lěpje lubować – a wočiwidnje tež lěpje hromadźe dźěłać. Hewak njebychmy 50 generacijow bjez škita swójskeho stata žiwi być móhli a hač do dźensnišeho eksistowali. Na přichodnych 50 generacijow – do dźěła zdar!

Kandidatury 2021: Marko Wjesela

Sym Marko Wjesela, rodźeny 1974, pochadźam z Radworja a bydlu ze swojej swójbu w Šleswigsko-Holšteinskej. Dźěłam jako zamołwity za financy pola europskeho mjeńšinoweho zwjazka.

Kandiduju znowa za rewizijny wuběrk, dokelž chcu wuwiće Domowiny při wužadanjach přichoda a strukturneje změny we Łužicy sobu přewodźeć. Čestnohamtski angažement a narodne dźěło za Serbow mam za wažne a móžu ze swójskimi nazhonjenjemi w gremijowym dźěle tomu přinošować.

Župy – Serbstwo w regionach

Składnostnje lětušeje hłowneje zhromadźizny #slepo120621 je so prěni wizuelny přehlad serbskich cyłkow na teritoriju župow Domowiny tworił – na zakładźe přidźěłow regionalnych rěčnicow (karty: Julian Nyča). Delegaća a dalši zajimcy změja móžnosć, towarstwa/skupiny wudospołnjeć a po potrjebje změny zapodać. (Hdyž ze swojej wobrazowku hač do někak 240% powjetšenja zoomujeće, maće zaćišć, kak to na plakaće 1x1m wupada. A móžeće tež online wšo jasnje spóznawać.)

Kandidatury 2021: Franciska Grajcarekec

Sym rodźena Chasowčanka, 27 lět stara a studowana sorabistka. Z ćěłom a dušu wěnuju so serbskej rěči, kulturje a narodnemu herbstwu. Wšědnje zasadźuju so w zhromadnym dźěle z komunami za žiwu zjawnu dwurěčnosć w Sakskej.

Hibićiwu konstruktiwnu wuměnu młodeje a staršeje generacije mam za dobry zakład tworjenja rozsudow wo našim přichodźe. Tohodla kandiduju za Zwjazkowe předsydstwo Domowiny, dokelž chcu přinošować ze swojimi myslemi a wizijemi k atraktiwnosći našeje serbskeje Łužicy wosebje za młodych Serbow.

Kandidatury 2021: Tadej Cyž

Ja sym Tadej Cyž, 51 lět stary. Sym nan třoch dźěći a bydlu ze swojej mandźelskej w Chrósćicach. Dźěławy w zarjadnistwje Sakskeho krajneho kuratorija, sym zamołwity za mjezynarodne projektowe dźěło. Hižo wjacore lěta skutkuju nimo toho w předsydstwje SJ Chrósćicy z.t. jako jednaćel.

Moje znajomosće z powołanja a tež nazhonitosć w komunalnej politice chcu wosebje rady tež na dobro Serbstwa aktiwnje zasadźeć. Tak kandiduju znowa za rewizijny wuběrk.

Kandidatury 2021: Marko Hančik

Ja sym Marko Hančik, 68 lĕt stary. Bydlu w Mĕrkowje pola Radworja. Jako diplomowy biologa dźĕłach na 40 lĕt w instituće za patologiju w Choćebuzu. Sym čłon TCM z.t. a chóra „Meja z.t.“. Do „serbskeje politiki“ dóstach so w januaru 1990 w župje Choćebuz. W lĕtach 1998 – 2002 bĕch čłon rady Załožby za serbski lud a z lĕta 2001 sym čłon Zwjazkoweho předsydstwa Domowiny.

„Maćernu rĕč lubuju“, starosć wo jeje dalše traće, ale tež dźakownosć, zo smĕdźach bohatosć našeje ludoweje/nabožneje kultury dožiwić, bĕchu a su přičiny mojeho skutkowanja w Domowinje. Ličba „68“ wšak signalizuje, zo je tak pomału na času. Z mojej wospjetnej kandidaturu za mĕstopředsydu Domowiny chcu mjez druhim sobu zaručić, zo móžemy womĕrje a bjez wjetšich łamkow pokročować generacisku zmĕnu we wolenych gremijach Domowiny.

Kandidatury 2021: Krystof Grofa

Sym 25 lět stary a pochadźam z Chasowa. Tučasnje bydlu w Berlinje a studuju prawnistwo. Angažuju so pola młodźiny europskich narodnych mjeńšinow (MENS) jako sobustaw dźěłoweje skupiny mjeńšinowe prawo a politika. Serbšćinu sym wosebje wot mojeho dźěda nawuknył, kiž je mi tež wid ewangelskich Serbow zbližił. Sym nominowany wot Serbskeho młodźinskeho towarstwa „Pawk“ z.t.

Kandiduju za zwjazkowe předsydstwo, dokelž chcu wid Serbow zwonka Sakskeje a Braniborskeje sposrědkować. Wosebje mje zaběra wutworjenje serbskeje identity, njehladajo na politiske a nabožne přeswědčenja. K tomu słušeja tež prašenja pochada a domizny, kiž jednotu Serbow spěchuja.